Anleitung
Alles, was man wissen muss – in der Reihenfolge, in der es meist gebraucht wird.
1. So läuft eine Runde
- Ein Song wird angespielt. Titel, Interpret und Erscheinungsjahr bleiben verdeckt – auch auf dem Gerät, das die Partie leitet.
- Wer am Zug ist, sortiert ein. Jeder hat eine eigene Zeitleiste, die chronologisch geordnet ist. Du wählst die Lücke, in die der Song gehört: vor der ältesten Karte, zwischen zwei Karten oder hinter der neuesten. Die Lücken sind mit den Jahren der Nachbarn beschriftet.
- Aufgedeckt. Stimmt die Position, bleibt die Karte in deiner Zeitleiste liegen. Sonst ist sie weg – und die Zeitleiste bleibt, wie sie war.
- Der Nächste ist dran. Gespielt wird reihum. Wer zuerst die vereinbarte Zahl an Karten richtig liegen hat, gewinnt; voreingestellt sind zehn.
Läuft eine Rundenuhr, verfällt die Runde nach Ablauf und die Karte ist weg. Das ist Absicht: sonst hält ein Handy im Sperrbildschirm die ganze Runde auf.
2. Drei Arten zu spielen
Der Modus entscheidet vor allem eines: wo der Ton läuft. Danach richtet sich, welche Abspielwege möglich sind.
Fernspiel
Jeder an seinem eigenen Gerät, an beliebigen Orten. Der Ton läuft bei allen.
Möglich: 30-Sekunden-Ausschnitt, Spotify im Browser, Apple Music im Browser
Nicht dabei – Spotify- oder Apple-Music-App: Beim Fernspiel würde der Deep-Link jedem Mitspieler den Titel in seiner eigenen App zeigen.
Im selben Raum
Ein Gerät zeigt das Board und macht den Ton, alle anderen spielen am Handy.
Möglich: 30-Sekunden-Ausschnitt, Spotify- oder Apple-Music-App
Nicht dabei – Spotify im Browser: Im selben Raum macht ein Gerät den Ton – mehrere Streams gleichzeitig ergeben ein Echo.
Nicht dabei – Apple Music im Browser: Im selben Raum macht ein Gerät den Ton – mehrere Streams gleichzeitig ergeben ein Echo.
Ein Gerät
Ein Gerät wird herumgegeben. Der Ton läuft auf diesem Gerät.
Möglich: 30-Sekunden-Ausschnitt, Spotify- oder Apple-Music-App
Nicht dabei – Spotify im Browser: Im Hotseat-Modus läuft der Ton auf dem einen Gerät, ein SDK-Stream je Spieler ergibt keinen Sinn.
Nicht dabei – Apple Music im Browser: Im Hotseat-Modus läuft der Ton auf dem einen Gerät, ein SDK-Stream je Spieler ergibt keinen Sinn.
3. Woher die Musik kommt
30-Sekunden-Ausschnitt
Läuft direkt im Browser, ohne Login und ohne Abo. Standard.
Spotify- oder Apple-Music-App
Voller Titel über die installierte App. Nur für Runden im selben Raum.
Spotify im Browser
Voller Titel. Braucht Spotify Premium und eine konfigurierte Client-ID.
Apple Music im Browser
Voller Titel. Braucht ein Apple-Music-Abo und einen MusicKit-Schlüssel.
Was du wissen solltest
- Der Standardweg braucht nichts. 30-Sekunden-Ausschnitte laufen direkt im Browser, ohne Login, ohne Abo, auf jedem Gerät. Damit ist die App sofort spielbar.
- Apple Music startet über einen Link nicht von selbst. Der Deep-Link öffnet die Albumseite des Titels, und dort muss jemand auf Wiedergabe tippen. Apple bietet keinen Parameter, der das überspringt. Auf derselben Seite steht außerdem das Erscheinungsjahr – dieses Gerät darf also niemand sehen, der noch rät.
- Spotify startet direkt. Dafür braucht jeder Song eine Spotify-ID im Deck; die kommen über den Import.
- Volle Titel ohne Umstände gibt es nur über Apple Music im Browser, und das verlangt einen kostenpflichtigen Apple-Developer-Zugang auf dem Server. Ohne den bleibt es bei Ausschnitten oder der Übergabe an eine App.
4. Einladen
In der Lobby zeigt jedes Gerät – auch das eines Mitspielers – vier Wege. Nimm den, der zur Lage passt:
- Raumcode vorlesen – wenn alle im selben Zimmer sitzen.
- QR-Code – wenn das Board an einem Fernseher hängt. Kamera drauf, der Code ist dann schon eingetragen.
- Teilen – öffnet am Handy die Systemauswahl, also WhatsApp, Signal und was du sonst hast. Der Weg fürs Fernspiel.
- Link kopieren – funktioniert überall.
5. Benachrichtigt werden
Beim Fernspiel gehört dir deine Runde. Wenn du dran bist, startest du den Song selbst und beendest die Runde selbst – so wird nichts weitergeschoben, während du noch liest, ob es gestimmt hat. Danach ist der Nächste dran und bekommt eine Benachrichtigung.
Damit niemand die Partie anhalten kann, gibt es dafür Fristen: reagiert der Reihe nach niemand, startet der Song nach zwei Minuten von selbst, und eine aufgedeckte Runde geht nach 25 Sekunden weiter. Wie lange du zum Einsortieren hast, legt die Leitung beim Eröffnen fest – läuft diese Zeit ab, zählt die Runde als daneben.
Beim Spiel über verschiedene Orte wartest du zwischen deinen Zügen: bei fünf Leuten schaust du vier Runden zu. Dafür gibt es in der Spieleransicht ganz unten den Schalter „Benachrichtigen, wenn ich dran bin“. Dann kannst du das Handy weglegen – es meldet sich.
- Du bekommst genau zwei Arten von Nachrichten: du bist dran und das Ergebnis am Ende. Sonst nichts.
- Über den Song steht nie etwas darin – kein Titel, kein Interpret, kein Jahr. Eine Benachrichtigung liegt auf dem Sperrbildschirm, und dort könnten andere mitlesen.
- Hast du die Partie gerade offen, kommt keine Nachricht. Du siehst den Zug ja schon.
6. Wenn etwas nicht klappt
Ich höre nichts.
Tippe auf „Ton freischalten“, wenn der Knopf da ist – manche Browser spielen erst nach einer Berührung. Erscheint er nicht und es bleibt still, prüfe die Lautstärke und den Stummschalter. Beim Fernspiel muss jeder selbst freischalten; im Raum nur das Gerät, das den Ton macht.
Wozu ist „Ton freischalten“ überhaupt da?
Browser erlauben Wiedergabe nur, wenn der Nutzer die Seite angefasst hat. Der Song startet aber automatisch, sobald die Runde beginnt – also gerade ohne Berührung. Der Knopf holt die Erlaubnis vorab. Er erscheint nur, wenn er nötig ist, und verschwindet, sobald Ton läuft.
Meine Verbindung ist abgerissen.
Nichts tun. Die App verbindet von selbst neu und holt den aktuellen Stand; ein Banner zeigt das an. Auch ein gesperrtes Handy oder ein Wechsel von WLAN auf Mobilfunk ist kein Problem. Das Spiel wartet nie auf ein getrenntes Gerät – läuft eine Rundenuhr, verfällt die Runde.
Ich habe die App geschlossen und komme nicht zurück.
Öffne sie einfach wieder – läuft die Partie noch, landest du direkt darin. Klappt das nicht, tritt über „Mitspielen“ mit demselben Raumcode und demselben Namen bei; dein Platz und deine Karten bleiben reserviert.
Das Jahr auf einer Karte stimmt nicht.
Möglich. Die Jahre sind von Hand kuratiert und meinen die Erstveröffentlichung, nicht das Datum eines Remasters. Die Leitung kann sie unter „Songs“ korrigieren; der Filter „Jahr strittig“ zeigt die verdächtigen Fälle, und der Verlauf nennt Karten, die auffällig oft falsch einsortiert werden.
Jemand kam zu spät und darf nicht mitspielen.
Nach dem Start lässt sich niemand mehr aufnehmen – so sind die Regeln. Entweder er schaut zu und ist in der nächsten Runde dabei, oder die Leitung beendet die Partie und eröffnet eine neue.
Ich bekomme keine Benachrichtigung, obwohl der Schalter an ist.
Zwei häufige Gründe. Erstens: hast du die Partie gerade offen, kommt absichtlich keine – du siehst den Zug ja. Zweitens auf dem iPhone: Tonspur muss dafür auf dem Home-Bildschirm liegen, im Browser-Tab funktioniert es nicht. Ob der Weg grundsätzlich steht, prüfst du mit „Probe senden“ direkt am Schalter.
7. Für die Leitung
Ein Konto braucht nur, wer Partien leitet oder den Katalog pflegt. Mitspielen geht ohne.
- Partie eröffnen
- Modus wählen, Deck wählen, Abspielweg wählen, Siegziel und Rundenzeit einstellen. Die Anzeige nennt bei jedem Abspielweg, wie viele Songs des Decks darauf spielbar sind – ist die Zahl für das Siegziel zu klein, lässt sich die Partie nicht eröffnen.
- Während der Partie
- „Song abspielen“ zieht die nächste Karte und startet sie. „Jetzt aufdecken“ ist die Notbremse, wenn ein Gerät nicht antwortet. „Nächster Zug“ gibt weiter. Im Handoff-Modus ist die DJ-Ansicht auf einem zweiten Gerät sinnvoll – dort wird der Titel sichtbar.
- Decks und Jahre
- Unter „Songs“ lassen sich Jahre korrigieren, Hörproben nachhören und Titel aus dem Spiel nehmen. Eine von Hand geprüfte Jahresangabe wird von einem erneuten Import nicht überschrieben.
- Spotify-IDs ergänzen
- Nötig nur für den Abspielweg „Spotify-App“. Es gibt keinen automatischen Weg dafür – der Zugang zu Spotifys Katalogdaten ist seit Ende 2025 geschlossen. Unter Decks → Spotify-Links einfügen steht ein Umweg über eine Titelliste, der einmal für ein ganzes Deck funktioniert.